Grüsse, kleine Herrin!

Im Moment ist alles ein Riesendurcheinander, weil ich nämlich nicht mehr weiss, wem ich gehöre, meiner alten Herrin, die verschwunden ist oder meiner neuen Herrin, die aber schon wieder abgereist ist und die irgendwie meine noch ältere Herrin war früher oder der Tatrix oder dem Herrn, der den Eingang der Taverne bewacht, wo die Herrin nackt vor den Herren tanzt (ehrlich, kleine Herrin, das macht sie und noch viel mehr, weil sie nämlich auch die Herren bedient, aber sie erhält dafür Kupfer und wir nicht). Also am besten erzähle ich es dir der Reihe nach, sonst bist du dann auch noch völlig durcheinander.

Wir waren ja da in der Oase eingeladen von dem Emir und meine Herrin war ja der Ehrengast und durfte eine Menge von den grössten Leckerbissen essen, das waren diese Glubschaugen zuoberst in der Schale, das habe ich dir ja schon erzählt und ganz ehrlich, kleine Herrin, ich glaube, diese Augen schmecken gar nicht so gut und diese Wüstenbewohner machen das als Witz für ihre Gäste, weil ich nämlich gesehen habe, wie sie heimlich gekichert haben, als meine Herrin das Zeugs herunterwürgte. Ich habe ihr das natürlich nicht gesagt, ist ja klar, aber nach dem Essen ging es ihr ziemlich schlecht mit all dem glibberigen Zeugs in ihr drin und am nächsten Tag reisten wir gleich ab, durch den Südlanddschungel bis zu einem Handelsposten mit einem Hafen und dort bestiegen wir ein Schiff nach Anango und ich passte gut auf beim Einsteigen, dass ich nicht wieder ins Wasser fiel, weil meine Herrin eine wirklich schlechte Laune hatte und nochmals einen nassen Rucksack hätte meinem Hintern gar nicht gut getan.

Auf dem Schiff ging meine Herrin sofort in ihre Kabine und kam dort während der ganzen Fahrt nicht mehr raus und ich musste sie bedienen und ihr das Essen bringen und das Gegenteil auch und es roch ziemlich fürchterlich wegen diesen Augen. Aber meistens schlief sie und ich hatte viel freie Zeit und ich trieb mich auf dem Schiff herum und rannte viel den Matrosen davon und meistens konnten sie mich nicht fangen. Irgendwann kamen wir in einen schrecklichen Sturm und der schleuderte das Schiff hin und her und wir konnten fast nicht schlafen und ich kroch in einen Winkel der Kabine und band mich dort an einem fest und schliesslich konnte ich einschlafen und als ich am nächsten Morgen erwachte, da schien die Sonne durch das Guckloch und meine Herrin war weg! Ich dachte, sie hat mich vielleicht nicht gesehen und packte schleunigst meinen Rucksack und eilte hinaus und über den Laufsteg an Land und schaute mich um, aber ich sah sie nirgends, nur einen Haufen Leute im Hafen und es war warm und feucht und ich lief lange umher und suchte in jedem Winkel des Hafens, aber meine Herrin war verschwunden!

Ich dachte, vielleicht ist sie schon in die Stadt gegangen und zog meinen Rucksack an und ging an den beiden Wächtern vorbei in die Stadt und dort zum grossen Platz und es hatte einen Haufen Leute dort, aber meine Herrin war nicht darunter. Den ganzen Tag blieb ich dort und ab und zu ging ich zum Hafen runter und dann wieder zurück, aber meine Herrin war und blieb verschwunden und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich kauerte mich in einer Ecke nieder und hatte langsam Hunger, da stiess mich plötzlich ein Stiefel an und eine rauhe Stimme knurrte mich an und fragte mich, was ich hier zu suchen hätte und wo mein Herr sei. Ich schaute auf und sah einen Rarius und dann erzählte ich ihm die ganze Geschichte und dass meine Herrin verschwunden war und dass ich hier auf sie warten muss, aber das interessierte ihn überhaupt nicht und er schleifte mich gleich zu einer Herrin, die Tatrix hiess und sie ist die Herrin über ganz Anango und sie beschloss, dass ich jetzt der Stadt Anango gehöre, bis meine Herrin wieder da ist. Sie befahl dem Rarius, sich um mich zu kümmern und der grinste mich an und seine Augen funkelten und sagte, oh ja, das werde er machen und dann befahl er mir, mit ihm zu kommen und er sah wirklich gut aus, so gross und stark und so und wir gingen zu einem Gebäude und er sagte, das ist das Wachlokal und dann musste ich mit ihm reinkommen und in den oberen Stock hoch und da waren einige Betten, auf denen Felle lagen und es war niemand sonst da und ich zupfte heimlich meinen Camisk zurecht (du weisst schon, oben etwas runter und unten etwas hoch... - hm, nein, das darfst du eigentlich gar nicht wissen, kleine Herrin) und lächelte ihn verführerisch an und dann sagte er barsch, ich solle den ganzen Raum putzen und vor allem die Felle, die hätten es besonders nötig. Ich schaute ihn ganz erstaunt und enttäuscht an und er sagte, ich solle nicht so glotzen wie ein Bosk wenns donnert und vorwärtsmachen, denn es gibt noch einen Haufen andere Arbeit. Ich schnappte mir also einen Eimer, der da in der Ecke stand und holte Wasser und dann kniete ich mich vor dem Herrn auf den Boden und streckte ihm meinen Po entgegen und wischte eifrig den Boden auf und mein Po wackelte hin und her, aber der Rarius hockte da nur auf seinem Bett und las irgendwelches langweiliges Zeugs und gönnte mir keinen Blick. Finster wischte ich weiter den Boden auf, aber ohne Powackeln, weils ja keinen Wert hatte und ich dachte bei mir, kein Wunder, dass die Felle besonders schmutzig sind und ich will ja nicht wissen, was die da in der Nacht machen, wenn sie alleine in ihren Fellen liegen.

Als ich endlich fertig war, da schleifte er mich zum Sklavenhaus und zeigte mir ein dünnes Fell auf dem Boden, wo ich schlafen sollte und einen Kübel mit Sklavenbrei, der so ekelig aussah wie überall, aber immerhin ohne Augen drin. Ich hatte grossen Hunger und schöpfte mir etwas von dem Brei in einen Napf und ass lustlos daraus und da kamen zwei andere Mädchen in das Sklavenhaus, weil sie gesehen hatten, dass ich neu da war und sie begrüssten mich und sie lachten über meine verdrossene Miene beim Essen des Breis und eine sagte, ich solle mitkommen mit ihnen und wir würden uns etwas Süsses holen. Ihr Herr war nämlich Bauer und hatte Bienenstöcke und er war gerade nicht da und es war günstig und so huschten wir verstohlen davon, bis zu den Bienenstöcken und die Sklavin des Bauers ging in einen Schuppen rein und kam mit so einem Dings zurück, das Rauch machte und damit nebelte sie die Bienen ein und konnte ein paar Waben rausnehmen und der Honig tropfte von den Waben und sie legte die Waben in einen Topf und wir gingen hinter ein paar Büsche und setzen uns ins Gras und steckten unsere Finger in den Topf und leckten sie ab und dann tropfte mir der Honig auf meine Brust und auf meinen Nippel und ich wollte ihn mit meinen Fingern abstreichen und da sagte die andere Sklavin: "Warte, ich mache das für dich!" Sie hatte eine sehr dunkle Haut und lange gelockte Haare und sie kam zu mir rüber und kniete vor mich hin und näherte ihren Mund meiner Brust und begann den Honig von meiner Haut zu lecken und ihre Zunge spielte mit meinem Nippel und leckte ihn und er wurde steif und dann lächelte sie mich an und die andere Sklavin kam auch zu mir hin und dann zogen sie mir meinen Camisk aus und dann zogen sie sich auch aus und dann drückten sie mich ins weiche Gras und liessen Honig überall auf meinen Körper tropfen und leckten mich überall ab und die dunkelhäutige Sklavin kniete sich zwischen meine Schenkel und leckte mich dort und die andere Sklavin nahm meinen Kopf zwischen ihre Schenkel und liess den Honig über ihren Körper bis zu ihrer Hitze rinnen und dort leckte ich ihn auf und es war warm und die Sonne schien auf unsere nackte Haut und wir leckten den Honig und unsere Körper und es war kribbelig und süss...

Als wir fertig waren mit dem Honiglecken, da gingen wir zum Bach, der da in der Nähe vorbeifloss und wir wuschen uns und kicherten und spritzen uns an und dann zogen wir uns wieder an und gingen zurück in die Stadt und als wir gerade über den grossen Platz gingen, da rief plötzlich eine Frauenstimme: "Das ist Brais! Die gehört mir und meinem Onkel! Die Schreiberin hat sie uns gestohlen!" Und als ich mich umdrehte, da sah ich die Herrin Florence, das ist die Nichte des Slavers aus Lydius, bei dem mich meine Herrin gekauft hatte und die Herrin Florence rannte schnurstracks auf mich zu und packte mich triumphierend am Collar und auf der anderen Seite packte eine Männerhand mein Collar und zerrte auch daran und das war der Rarius, der sich um mich kümmern sollte und die beiden schrien sich an und zerrten an meinem Collar und die Leute ringsherum gafften und glotzten und ich kam mir vor wie ein Stück Fleisch, das zwischen zwei Sleens geraten ist und ich hatte ungefähr gleichviel zu sagen. Mit der Zeit bemerkten die Herrin Florence und der Rarius die Leute ringsherum und es wurde ihnen peinlich und sie beschlossen, im Teezelt weiter zu diskutieren und so schleiften sie mich dorthin und ketteten mich dort an einem Pfahl an und dann stritten sie, wer den Schlüssel haben darf und schliesslich ketteten sie mich auch am Nebenpfahl an und jeder nahm einen Schlüssel und dann gingen sie zur Tatrix, damit die entscheiden kann.

Sie waren lange fort und in der Zwischenzeit kamen ab und zu Leute ins Teezelt und sobald sie mich dort sahen, mit zwei Ketten gefesselt, da schauten sie erstaunt drein und schauten auf mich, weil ich bin ja nicht so gross und auf die beiden Ketten und machten einen grossen Bogen um mich. Wahrscheinlich dachten sie, dass da irgendeine besonders wilde Waldfrau eingefangen worden sei.

Endlich kamen alle zurück, die Herrin Florence und der Rarius und die Tatrix und die Tatrix sagte, dass ich vorläufig der Stadt Anango gehöre, bis die Herrin Florence die Papiere bringen würde und beweisen würde, dass ich immer noch ihr und ihrem Onkel gehöre, weil nämlich meine verschwundene Herrin mich noch gar nicht bezahlt hatte beim Slaver! Jetzt erinnerte ich mich wieder, dass wir damals sehr schnell aus Lydius abgereist waren und jetzt wusste ich auch warum. Die Herrin Florence sagte, dass sie ungefähr zwei Hand brauchen würde, um mit den Papieren wiederzukommen und sie zahlte der Tatrix etwas Geld für mein Essen und so und ging zum Hafen und nahm das nächste Schiff nach Lydius.

Und die Tatrix gab mich einem anderen Herrn, der den Eingang von der neuen Taverne bewacht und der soll jetzt mein Herr sein und ich soll als Pagamädchen in der Taverne arbeiten und er gab mir so ein paar Schnüre und ich fragte, was ich damit soll und er sagte, das ist die Kleidung der Pagamädchen und ich dachte, naja, wenn ich was verschütte, dann wirds wenigstens nicht soviel zum Waschen geben und wenn ich einen Herren im ersten Stock bedienen muss, dann muss ich nicht soviel ausziehen oder sogar gar nichts, wenn der es eilig hat.

Am Abend war dann die Wiedereröffnung der Taverne, weil sie einen neuen Namen hat, nämlich Haus der Lust heisst sie jetzt und was ich da erlebt habe als Pagamädchen und so, das erzähle ich dir das nächste Mal, kleine Herrin.

Sichere Wege wünsche ich dir und nein, deiner Tante würde ich diese Postkarten lieber nicht zeigen!